10.1.09

Am Ziel, aber nicht am Ende …

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Die virtuelle Welt wird zur Realität

Nach der TOYO Tires 24H Dubai ist die Stimmungslage beim Team Nissan PlayStation eher durchwachsen. Alle empfinden die gnadenlose Pechsträhne der ersten 12 Stunden als unglücklich. Die Fahrer haben außerordentliche Leistungen gezeigt und die Boxen-Crew hat unter schwierigsten Umständen wahre Wunder vollbracht, um den Wagen bis in den späten Samstag Vormittag hinein immer wieder fit zu machen. Doch eins kann den Teammitgliedern keiner mehr nehmen: Sie haben etwas getan, was vor ihnen noch niemand getan hat. Sie haben einen Anfänger, einen Fahrer aus der virtuellen Welt von Gran Turismo 5 Prologue, zu einem echten Rennfahrer gemacht.

Die Leichtigkeit, mit der das funktioniert hat, mag einige überraschen - aber nicht den “Gran Turismo”-Entwickler Kazunori Yamauchi. “Für mich ist ein Traum wahr geworden. Ich habe erlebt, wie mein Spiel einen echten Rennfahrer hervorgebracht hat”, sagte er. “Darauf habe ich schon seit zehn Jahren gehofft.”

“Lucas’ Leistung war hervorragend, aber das erwarte ich auch von einem Fahrer, der mit Gran Turismo trainiert hat. Leider fehlte mir die Zeit, um alle seine Rennphasen zu beobachten, aber er ist ein sehr ruhiger und besonnener Typ. Ich habe immer daran geglaubt, dass jemand, der gut bei GT ist, so schnell wie ein Profi fahren kann. Ich glaube sogar, dass sie schneller sein könnten.”

Lars empfindet wohl die größte Enttäuschung. Doch das, was er in dieser kurzen Zeit erreichen konnte, ist nicht weniger erstaunlich. Auch er konnte einen Fuß in die Tür des Rennsports setzen, was nur wenigen gelingt.

Zu den schönsten Erlebnissen bei einem Langstreckenrennen gehört es, von Leuten umgeben zu sein, die inmitten des harten Wettbewerbs ganz entspannt bleiben, obwohl ihnen großes fahrerisches Können und enorme Ausdauer abverlangt wird. Das Team Nissan PlayStation hat in diesem Rennen viel erreicht und wird die Enttäuschungen wegstecken. Der Satz, den man in den Boxengassen am häufigsten hört, lautet nicht umsonst: “So ist Motorsport!” Read more

Zielflagge

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Lucas überquert die Ziellinie




Mit dem “GT Academy“-Sieger Lucas Ordóñez am Steuer ist der Nissan 350Z GT4 des Teams Nissan PlayStation bei der TOYO Tires 24H Dubai ins Ziel gefahren. Das Team erreichte in der Gesamtwertung den 45. und in seiner eigenen Klasse den 9. Platz. Insgesamt absolvierte es 451 Runden und fuhr dabei eine Strecke von 2431 km.

Die Platzierung entspricht nicht annährend der herausragenden Leistung der Fahrer und der Boxen-Crew, die sich von den frustrierenden technischen Problemen nicht beirren ließen, die das Team zu insgesamt 21 Boxenstopps zwangen. Im Verlauf des Rennens wurden 1170 Liter Benzin und 30 Reifensätze verbraucht. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 240 km/h, die schnellste Runde fuhr Alex Buncombe in 2:10:04 Minuten. Der schnellste Fahrerwechsel inklusive Auftanken erfolgte in unglaublichen 56 Sekunden.

Land Motorsport 2 belegt mit 573 absolvierten Runden den ersten Platz in der Gesamtwertung; Al Faisal Racing 1 wurde Zweiter und ist der Sieger der A5-Klasse, in der auch das Team Nissan PlayStation angetreten ist. Das Rennteam Besaplast erreichte den dritten Platz.

Lucas war noch sichtlich begeistert, als seine Teamkollegen ihm auf die Schulter klopften und er seine aus Spanien angereiste Familie umarmte, die ihn während des Rennes unterstützt hat. “Es war einfach unglaublich”, strahlt er. “Ich habe gesehen, wie mein Team auf die Absperrung geklettert ist und mich angefeuert hat. Das war der verrückteste Moment meines Lebens.”

“Dies ist ein Wochenende voller Enttäuschungen, aber auch großartiger Leistungen”, erklärte Johnny Herbert. “Lucas war hervorragend, er ist unter enormem Druck fehlerfrei gefahren. Er hat unsere Hoffnungen absolut erfüllt und bewiesen, dass der Wechsel von virtuellen zu realen Rennen möglich ist.

“Die ganzen technischen Probleme sind ärgerlich, aber das gehört nun mal dazu. Jeder möchte ein Rennen ohne Pannen fahren, aber solche Dinge passieren einfach. Ich war auch schon bei Rennen dabei, in denen wir nicht mal über die Ziellinie gekommen sind. Zumindest das haben wir heute geschafft.”
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Training und kein Ende!

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Neue Besen kehren gut




Lucas Ordóñez mischt das Rennen hier in Dubai mächtig auf. In seiner dritten Rennphase konnte er abermals eine Runde in 2:11 Minuten absolvieren. Er brachte das Team Nissan PlayStation damit auf den 45. Platz in der Gesamtwertung und in seiner eigenen Klasse sogar unter die ersten Zehn.

Die fast unheimliche Stille, die sich vor einigen Stunden an der Rennstrecke mit der beginnenden Müdigkeit ausgebreitet hat – ein krasser Gegensatz zur wimmelnden Geschäftigkeit am Starterfeld – machte das Bild der Fahrer, die unermüdlich und entschlossen ihre Runden drehten, noch beeindruckender. Doch der Sonnenaufgang, mit dem auch das Ende des Rennens näher rückt, scheint auf die Zuschauer plötzlich eine belebende Wirkung zu haben.

Ein Platz auf dem Siegerpodest erscheint mittlerweile unmöglich. Zweifellos wird das Team jetzt darüber nachdenken, was alles ohne die Pechsträhne der ersten Hälfte des Rennens machbar gewesen wäre - die bisher 16 Boxenstopps haben das Team ganze 60 Runden gekostet. Die Fahrer trifft daran keine Schuld, jeder von ihnen hat eine erstklassige Leistung abgeliefert und sie sind noch weit davon entfernt, hier die Flinte ins Korn zu werfen.
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Der letzte Tag bricht an

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